


Wirken im ursprünglichen Centovalli
Der Sehnsucht folgend, einen Ort zu erschaffen, an dem Menschen, Tiere und Pflanzen in Harmonie miteinander leben können, führte uns der Weg ins Centovalli – ein Tal, das uns mit seiner wilden, ursprünglichen Schönheit vom ersten Moment an in seinen Bann zog.
An einem Ort zu leben, wo andere wegziehen – ein Ort, der langsam von der Natur zurückerobert wird, und an dem gerade deshalb so viel Ruhe, Weite und Raum für neue Ideen entsteht – ist für uns ein Geschenk und eine Quelle tiefer Inspiration.
Einen Garten mitten im Wald, an steilen Hängen, anzulegen, ist alles andere als einfach – und bringt so manche Herausforderung mit sich: Wildtiere, die sich genüsslich an zarten Salatköpfen und jungen Obstbäumchen bedienen, Böden, die schnell austrocknen, weil das Wasser den Hang hinabfliesst und Brombeeren, die dichte, beinahe undurchdringliche Dickichte bilden. Ausserdem muss der Wald selbst in Schach gehalten werden, damit er nicht die Wiesen zurückerobert.
Auch das Leben in den einfachen Steinhäusern ist nicht nur romantisch: Ameisen, die immer wieder versuchen, ihre Kolonien ins Trockene zu verlagern, Siebenschläfer, die uns nachts den Schlaf rauben und gelegentliche Begegnungen mit Schlangen, die einem ganz schön erschreken können.
Und doch – wir lieben dieses ursprüngliche Leben. Es ist wild, ehrlich, manchmal anstrengend, aber erfüllt uns mit einer tiefen Verbundenheit zur Natur.




Unsere Permakultur Gärten
An zwei Standorten im Centovalli versuchen wir Gemüse anzubauen und Lebensräume für Mensch und Tier zu schaffen. Wir bauen den Boden auf, legen Beete an, schaffen Strukturen für Reptilien und Insekten und machen alte Häuser bewohnbar
Garten Vignascia
Zwischen den Dörfern Lionza und Verdasio, direkt am Wanderweg Via Marcato, liegt der Garten Vignascia. Er ist nach Süden ausgerichtet und befindet sich auf rund 650 Metern über Meer. Das Gelände ist steil, der Boden trocken und sandig. Die grösste Herausforderung besteht darin, Wasser und Nährstoffe in den Boden zu bringen. Im Sommer wird es für viele Pflanzen zu heiss, weshalb wir sie beschatten müssen. Einige jedoch – wie Chili oder Tomatillo – lieben die Wärme und gedeihen prächtig. So suchen wir geduldig für jede Pflanze den idealen Standort. Im Winter wiederum können wir an den Hängen Wintergemüse wie Pak Choi, Chicorée oder Federkohl ernten.

Terrassierte Beete
Unsere Hangbeete nutzen die natürliche Topografie und schaffen optimale Wachstumsbedingungen für verschiedene Gemüsesorten.

Anzucht von Setzlingen
Wir ziehen all unser Gemüse selbst zum Teil aus eigenen Samen. Die Erde dafür kommt von unserm Kompost.
Garten Cresto
Cresto liegt zuhinterst im Centovalli am Nordhang auf ca. 850 M.ü.M. Eine relativ flache Wiese von 1500m2 verwandeln wir langsam in einen Garten. Die Sonneneinstrahlung ist weniger stark und hier wachsen Salate, Kohlarten und Kräuter. Der Boden ist lehmiger und kann dadurch Wasser besser halten. Im Winter wird es hier kälter, so dass weniger Wintergemüsesorten angebaut werden können.

Kohlgemüse mit Bergpanorama
Die spektakuläre Aussicht in das valle vigezzo macht die Gartenarbeit zu einem besonderen Erlebnis.

Pilzzucht
Wir kultivieren verschiedene Speisepilze auf Holzsubstraten als Teil unseres geschlossenen Kreislaufsystems.
Förderung der Biodiversität
Die Einheimische Flora und Fauna zu fördern, liegt uns sehr am Herzen. Stundenlang beobachten wir Insekten, Eidechsen, Vögel und co. Wir pflanzen Einheimische Blumen und Sträucher und schaffen Strukturen aus Holz, Stein, Laub und Heu.

Schmetterlinge auf blühendem Dost - ein Beispiel für die Förderung einheimischer Flora und Fauna

Rotwidderchen auf blühendem Natternkopf - einheimische Wildblumen locken seltene Falter an

Fingerhut
Smaragdeidechsen sonnen sich auf dem Mulch unseres Gartens
Äskulapnatter kriecht aus unserem Keller